Gesagt, Getan, Gerecht – Ab 01.01.2015 gibt es den Mindestlohn auch in Mittelsachsen

Veröffentlicht am 02.07.2014 in Bundespolitik

Der Bundestag wird morgen voraussichtlich den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 € beschließen. Dazu erklärt die mittelsächsische Bundestagsabgeordnete Dr. Simone Raatz:

Es ist ein historisches Ereignis für das wir uns viele Jahre eingesetzt haben. Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, insbesondere in Sachsen, profitieren von der Einführung des Mindestlohns. Allein in Mittelsachsen sind dies 30.000 Menschen.

Sachsen ist seit vielen Jahren die Billiglohnregion Deutschlands. Über 20 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten hier derzeit einen Lohn der teilweise weit unterhalb von 8,50 € liegt. Diese Situation gibt es so in keinem anderen Bundesland. Und das wird sich nun ändern!

Die Kaufkraft wird gestärkt und damit die örtliche Wirtschaft. Diesen positiven Effekt haben schon viele Unternehmen in unserer Region erkannt, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon heute gute Löhne zahlen. Auch die Sozialkasse des Landkreises wird entlastet, da weniger Mittel für aufstockende Leistungen aufgewendet werden müssen.

Gleichzeitig schaffen wir mit dem Mindestlohn Anreize für eine höhere Tarifbindung. All das wird den Lohnabstand in Sachsen verkleinern und damit auch zur Angleichung der Renten in Ost und West führen.

Wichtig ist, dass es keine Branchenausnahmen vom Mindestlohn geben wird. Anders als in den letzten Tagen in den Medien verkündet, sind für die Bereiche Zeitungszusteller, Saisonkräfte (in der Landwirtschaft) und Praktika lediglich spezielle Übergangsregelungen bzw. Präzisierungen verabredet worden. Spätestens zum 1. Januar 2017 bekommen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland über 18 Jahre den gesetzlichen Mindestlohn.

 

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