Homann: „Langfristiger Erhalt von Arbeitsplätzen hat oberste Priorität“

Veröffentlicht am 05.03.2020 in Pressemitteilung

SPD-Landtagsabgeordneter warnt vor gegenseitigen Schuldzuweisungen
 
„Der angekündigte Weggang von Beiersdorf wurde in Waldheim und der ganzen Region Döbeln mit großer Enttäuschung aufgenommen. Dabei geht es nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um eine lange Tradition. Florena gehört zu unserer Region, wie Marder Senf, die Roßweiner Dampfmaschine und der Riesenstiefel. Deshalb verstehe ich auch die Emotionalität in der Debatte. Ich hätte mir selber eine Entscheidung für Waldheim gewünscht“, so Henning Homann, Döbelner Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der SPD Mittelsachsen.
 
„Der langfristige Erhalt von Arbeitsplätzen hat für mich oberste Priorität. Wenn der Erhalt des Standortes in Waldheim nicht möglich ist, müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen ohne finanzielle Einbußen im neuen Werk in Leipzig einen Arbeitsplatz zu erhalten. Ich unterstütze dabei die Arbeit der Betriebsräte und der IG BCE, die die Interessen der Beschäftigten mit ganzer Konsequenz vertreten.“ Homann gibt dabei zu bedanken, dass Übernahmeregelungen bei Werksschließungen nicht die Regel seien. Das müsse hart erkämpft werden. Das neue Werk in Leipzig und die gute Arbeit der Gewerkschaften würde hier eine Einigung ermöglichen.

Homann widerspricht gleichzeitig Behauptungen, insbesondere in den sozialen Medien, der Freistaat würde den Wegzug nach Leipzig fördern. „Bei der Entscheidung von Beiersdorf handelt es sich um eine reine Unternehmensentscheidung. Die in Waldheim hergestellten Produkte werden nicht in das Werk in Leipzig verlagert, sondern auf Standorte in anderen Bundesländern verteilt. In Leipzig entsteht eine neue Produktionslinie, die langfristig Bestand hat und wo neue, langfristig sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen. Die Entscheidung von Beiersdorf erfolgte auch unabhängig von einer staatlichen Förderung“, erklärt Homann weiter und verweist darauf, dass es seitens des Freistaats zurzeit keine Förderzusage für den Standort Leipzig an Beiersdorf gibt.
 
Die Förderrichtlinien des Freistaates Sachsen würden außerdem die staatliche Förderung einer Verlagerung einer Produktionslinie und mit ihr der Arbeitsplätze von Waldheim nach Leipzig ausschließen. Damit werde sichergestellt, dass die Regionen in Sachsen nicht mit staatlicher Unterstützung gegeneinander ausgespielt werden. 
 
„Ich halte nichts von gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Stadt, Landkreis und Land. Vielmehr sind jetzt Ideen gefragt. Deshalb unterstütze ich den Vorschlag von Frau Bellmann einen Pendlerbus zwischen Waldheim und dem neuen Standort in Leipzig einzusetzen Am Ende wird sich zeigen, ob das eine gute Idee war oder eben nicht. Gleichzeitig müssen wir gemeinsam mit Beiersdorf, der Stadt und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Konzepte für die Nachnutzung des Industriekomplexes entwickeln. Die Wirtschaftsförderung des Freistaates wird dabei unterstützen. Ich bin dazu im Gespräch.“ 

 

Homepage Henning Homann

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